Der zweite Turniertag lieferte wieder wechselhafte Ergebnisse für die niedersächsische Delegation.
Dabei erfreuten sich alle Delegationen das es in den 20 Minuten vor Partiebeginn endlich wieder Musik gab und es tanzten viele Kinder/Jugendliche und Erwachsene u.a. zu unserem Einlauflied „Gute Laune“ mit und natürlich begann mit „schwarz oder weiß“ die DEM so richtig!
Zu Ende gegangen ist heute bereits das KiKA-Turnier. Dort lieferte Robert mit insgesamt 5 Punkten toll ab und landete auf Rang 9. Bei Hayk kamen leider keine weiteren Zähler aufs Konto und so wurde es final der 60.Platz.
Bevor am morgigen Tag die u8er zu uns stoßen, ein Blick in die Altersklassen u10-u18(w)!
u18w:
Anna und Emma traten mit gemeinsamer Sprache auf (leider). Anna spielte ein mutiges Figurenopfer, wonach sie zwar zunächst schlecht stand, aber taktische Chancen kreierte und dabei Material gewann. Zielgerichtet wurden Figuren getauscht, dann leider aufgrund des verbesserungswürdigen Zeitmanagement die Siegchancen nicht ausgereizt und viel zu früh remis vereinbart. Emma kam hingegen früh in eine gute Position. Holte sich einen Bub und dann sogar eine Figur ab. Natürlich war die Stellung klar gewonnen. Doch als ihre Gegnerin beim kurzfristigen Gewinn des dritten Bauern (immernoch gegen den Läufer + man gewinnt einen Bauern zurück) im richtigen Moment Remis bot, wurde Emma mit wenig Restsekunden nervös und nahm den sicheren halben mit,.
u18:
Die „Partie des Tages“ aus NDS-Sicht spielte definitiv Alessandro. Er setzte seinem Gegner eine tolle Eröffnung vor, die eigentlich ein Remis forciert. Doch sein Gegner wollte mehr, aber Alessandro konterte hübsch mit der Widerlegung. Die Fehlerfreie Fortführung half ihm mit einem hübschen Damenopfer matt zu setzen!
u16w:
Katharina opferte in der Eröffnung mutig einen Bauern, riss dabei aber die Initiative an sich und als sie die große Chance zum Coup hatte bog sie falsch ab, wollte Material statt Angriff haben und verlor am Ende unglücklich die Partie.
u16:
Nikita spielte im nominellen Topduell gegen den Setzlistenzweiten eine solide Partie mit den schwarzen Steinen. Beide Kontrahenten gingen wenig Risiko ein und so endete die Partie im Turmendspiel mit Remis.
Tatsächlich gibt es über die Partie von Jonas auch nicht viel zu berichten. In der Partie wurde die objektive „nullgrenze“ nicht überschritten, so kam es im Endspiel ebenso zur Punkteteilung.
Jan kam solide aus der Eröffnung heraus, fühlte sich aber nicht besonders wohl und so agierte er leider auch. Im immernoch ausgeglichenen Endspiel griff er dann fehl und verlor leider seine erste Partie.
Warum der Topfavorit in der u16 bisher nur 0,5 Punkte hatte verwunderte schon, so musste Julius gegen ihn antreten und musste schon früh erkennen, das der Titelträger leider noch eine Nummer zu groß ist.
u14w:
Bis auf eine Zugchance ihrer Gegnerin spielte Mari eine grundsolide Schwarzpartie und neutralisierte sich komplett. Es tauschten sich Figur um Figur und es vereinfachte sich. Im Turmendspiel wurden dann auch noch die Türme vom Brett geschmissen und die Friedenspfeife geraucht.
u14:
Zunächst sah es bei Edward noch ganz gut aus, als er einen Springer im gegnerischen Lager installierte. Doch als der weg war konnte er die Kontrolle nicht behalten und hatte einen offenen König. Spätestens nach Damentausch war leider klar, das Edward das Läuferendspiel nicht halten kann.
Bei Nazar lief es ebenso auf eine Niederlage hinaus. Er kam nie wirklich ins Spiel rein und tat sich schwer. Als er einen „vergifteten“ Bauern nahm, musste er kurz darauf eine Qualität spucken und konnte den Nachteil nicht mehr kompensieren.
u12w:
Julia spielte wohl ihre bisher beste Partie (obwohl die ersten schon ok/gut waren) und bedrohte gefährlich mit ihrer Dame den gegnerischen König und baute toll Druck. So gerade konnte ihre starke Kontrahentin sich ins TT3B vs TT3B Endspiel retten. Hier gewann Julia sogar eine Bauern und hatte eine theoretisch gewonnene Stellung. Doch leider folgte noch ein Fauxpas, wonach sie doch noch verlor.
u12:
Schon früh einigten sich gefühlt Matvii und sein Gegner auf eine Zugwiederholung, die schachlich vermutlich eher etwas glücklicher für Matvii wäre, aber vermutlich verhinderte die „Angst“ vor der Sofia-Regel das sofortige Remis, dieses bekam Matvii dennoch im 21.Zug. Er konnte es aufgrund der Stellung auch nicht ablehnen.
Florian hatte einen starken Gegner und machte seine Hausaufgaben gut und kam mit leichten Vorteil ins Mittelspiel. Nach einem „falschen“ Schlagzug war dieser allerdings dahin und er musste die höhere Spielstärke anerkennen.
Erfreulicherweise konnte Kyllian seine erste Partie gewinnen. Früh sammelte er einige Bauern ein, wofür es allerdings Kompensation für seinen Gegner gab. Doch sein Gegenüber kam eben nicht in einen wirklichen Angriff rein und so entschied das Mehrmaterial zu Kyllian`s Gunsten.
u10w:
Amaia spielte zum dritten Mal eine sehr gute Partie gegen eine DWZ-mäßig deutlich bessere Gegnerin. Früh bekam sie Königsangriff und hätte mit dem schönen Läuferopfer auf h7 früh für klare Verhältnisse sorgen können. Dennoch lockerte sie die gegnerische Königsstellung und setzte Matt zu ihrem zweiten Sieg.
Zofia agierte erstmals als Favoritin und forcierte eine spannende Stellung mit einem frühen Zentrumsvorstoß, zwar musste sie ein paar Züge zittern, aber als sie die richtigen Figuren tauschte und ihre aktiven dabei behielt switchte das Momentum zu ihr rüber. Tolle Verwertung und ihr erster Sieg.
Auf den ersten Sieg muss Sophia hingegen noch warten. Dabei machte sie es lange Zeit gut und hielt ihre Stellung im Gleichgewicht. Doch sie stellte ihre Schwerfiguren etwas ins Abseits, so das ihr König sich nicht mehr erfolgreich wehren konnte.
u10:
Alexander bleibt der einzige Niedersachse der noch eine lupenreine weiße Weste hat! Sehr schön war mit anzusehen wie er einen kräftigen Angriff am Königsflügel startete. Er holte sich irgendwann Kleinigkeiten an Material und lavierte geschickt seine Figuren um bis der dritte Sieg feststand.
Magnus war heute fast der nächste „Turnierfavoritenkiller“, er erspielte sich eine tolle Stellung und gewinnt eine Qualität. Der gegnerische König war zudem schwach, er verpasste aber den Damentausch und es wurde nochmal kompliziert. Magnus musste das Material zurückgeben, aber hatte weiterhin gute Remis-Chancen. Am Ende setzte sich dann doch die Endspieltechnik durch.