Ausschreibung Schachcamp 2026

Liebe Leute – und vor allem liebe Kids,

vom 02.-07. August 2026 findet das nächste Schachcamp in der Jugendherberge Verden statt.

Die Kinder sollen in der Woche viel Spaß am Schach erleben. Dabei werden sie von erfahrenen Trainern der Niedersächsischen Schachjugend betreut, die den Kindern zeigen werden, auf was es im Schachtraining ankommt, was man vom Schach wissen muss, wie man richtig Schach lernt und trainiert. Der Trainingsteil wird von erfahrenen Jugendtrainern geleitet.

Natürlich wird auch Schach gespielt in Form eines kleinen Turniers, dieses steht jedoch nicht im Mittelpunkt der Veranstaltung.

Zusätzlich wird es ein Bewegungs- und Freizeitangebot für die Kinder geben, das gehört einfach dazu bei der ruhigen Konzentrationssportart Schach. Dieses wird in den bewährten Händen des Freizeitteams liegen. Als Highlight möchten wir den Freizeitpark Soltau besuchen. Es gibt auch die Möglichkeit im Kletterwald Verden zu klettern.

Alle Infos findet ihr in der Ausschreibung. Das Meldeformular findet ihr hier. Meldeschluss ist der 15.05.2026.

Kadetten-Weltmeisterschaft 2025 in Almaty: Alexander Subenko erfolgreichster Deutscher

Vom 17. bis 30. September 2025 fand in Almaty (Kasachstan) die Kadetten-Weltmeisterschaft der Altersklassen U8 bis U12 statt. Über 800 Nachwuchsspielerinnen und -spieler aus 88 verschiedenen Ländern traten in diesem größten Jugendturnier des Schachkalenders gegeneinander an. In der Altersklasse U8 vertrat der siebenjährige Alexander Subenko aus Niedersachsen die deutschen Farben – und konnte mit einer starken Leistung auf internationaler Bühne überzeugen (Vorbericht der NSJ).

Alexander bei der Kadetten-WM in Almaty, Foto Waldemar Subenko

Nach einem souveränen Auftaktsieg musste Alexander einige unglückliche Rückschläge verkraften. Besonders die dritte Runde sorgte für Aufsehen: Eine Erdbebenwarnung führte zur Evakuierung des Spielsaals ( s. Bericht Perlen vom Bodensee). Anstatt die Partie laut FIDE-Regeln aus der gespielten Stellung fortzusetzen, entschied der Hauptschiedsrichter auf kompletten Neustart – eine klare Fehlentscheidung, gegen die der Deutsche Schachbund vergeblich Protest einlegte. Die sicher geglaubte Partie ging verloren, Alexander hatte zuvor Matt in sieben Zügen auf dem Brett.

Trotz dieser Enttäuschung zeigte Alexander großen Kampfgeist. Während viele Teilnehmer gegen Ende des Turniers mit der Ausdauer zu kämpfen hatten, startete er eine beeindruckende Aufholjagd mit fünf Siegen aus den letzten sechs Runden. Am Ende stand er mit 7 Punkten aus 11 Partien auf Rang 34 von 150 Teilnehmern – und war damit nicht nur der beste deutsche Spieler seiner Altersklasse, sondern insgesamt der erfolgreichste Deutsche bei dieser Weltmeisterschaft.

Alexander selbst zeigt sich trotz des beachtlichen Ergebnisses kritisch. Vor allem die unglücklich verlorene zweite Runde sowie die Fehlentscheidung in der dritten Partie nach der Evakuierung verhinderten aus seiner Sicht ein noch besseres Abschneiden.

Abseits des Brettes erlebte Alexander große Unterstützung: Zahlreiche Nachrichten aus der Heimat – von Familie, Freunden, Lehrern, Mitschülern, Nachbarn sowie seinen Vereinen, den Schachfreunden Spelle, dem SC Spelle-Venhaus (F1) und vielen Schachfreunden aus Niedersachsen – erreichten ihn in Almaty. Viele verfolgten die Partien live im Internet und ließen sich vom „Schachfieber“ anstecken.

 

Von Waldemar Subenko